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Von Charlotte aus der G7

„Die Zukunft ist unverpackt!“ verlangt die Umweltorganisation „Greenpeace“. Mit ihrer neuen Aktion fordert sie eine Überarbeitung des Verpackungsgesetzes, wie zum Beispiel eine Mehrwegpflicht für Supermärkte und den Einzelhandel. Sie fordert die Bundesregierung auf, Mehrwegverpackungen und unverpacktes Einkaufen überall möglich zu machen. In Frankreich z.B. gilt für Supermärkte ab 2030, mindestens 20 Prozent des Angebots unverpackt anzubieten. Dies sollte auch in Deutschland gelten, sagt „Greenpeace“!

Mit dem seit dem 03.06.2021 gültigen Verpackungsgesetz ist „Greenpeace“ nicht einverstanden. Dieses hat als Ziel, mehr Recycling und Abfallvermeidung durchzuführen. Es wurden bestimmte Einwegkunststoffprodukte verboten, die besonders oft in der Umwelt landen. Bei Einweggetränkeverpackungen wurde die Pfandpflicht ausgeweitet und bei To-Go-Produkten, also Einwegprodukten, müssen Mehrwegverpackungen angeboten werden.

Doch „Greenpeace“ findet, dass Strohhalme verbieten und ein bisschen mehr Mehrweg statt nur Einwegprodukten noch lange nicht reicht, um die globale Plastikkrise zu bekämpfen. Sie fordern echte Veränderungen, wie zum Beispiel Mehrwegsysteme für Nudeln, Nüsse oder Kaffee – und nicht nur für Joghurts oder Bier. Außerdem sollten Drogerieprodukte zum selbst Abfüllen angeboten werden.

Aber warum genau brauchen wir ein Mehrwegsystem?

Das sagt Greenpeace:

  • Pro Minute gelangt circa eine ganze Lastwagenladung Verpackungsmüll in die Weltmeere. Daran sind wir Deutschen nicht unschuldig. Aus Deutschland gelangen jährlich nämlich rund 20 Millionen Tonnen Verpackungsmüll in die Meere. Damit sind wir ganz oben auf dem traurigen Siegertreppchen in Europa! Das soll aufhören, denn Tiere halten diese Verpackungen oft für Nahrung und verhungern dann mit vollem Magen!
  • Statt zum Recycling schickt Deutschland Millionen Tonnen von unserem Plastikmüll ins Ausland. Ganz nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Damit machen wir die Welt zur Müllkippe!
  • Viele Lebensmittelverpackungen enthalten Chemikalien, die sie zum Beispiel wasserabweisend, flexibel und steriler machen. Die meisten dieser Stoffe jedoch sind schädlich für die Umwelt!
  • Zudem sind Plastikverpackungen schädlich für das Klima, weil bei ihrer Produktion und Verbrennung pro Jahr rund 850 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen wird.

„Greenpeace“ fordert also die Überarbeitung des Verpackungsgesetzes, denn die Zukunft sollte unverpackt sein! Deshalb wollen sie Druck bei der Politik aufbauen und haben eine Unterschriftenaktion gestartet, bei der so viele Leute wie möglich mit ihrer Unterschrift „Greenpeace“ unterstützen sollen. Denn nur wenn viele Leute mitmachen, wird die Politik auf die Aktion aufmerksam und ändert (hoffentlich) etwas!

Wie kannst du also helfen?

Mache mit bei der Aktion und sammle Unterschriften! Die ausgefüllten Unterschriftenlisten kannst du bis zum 15. März 2022 an „Greenpeace“ schicken. Die Kontaktadresse steht auf der Unterschriftenliste unten drauf. Lade dir die Unterschriftenliste herunter. Drucke sie dir aus und stelle dich vor ein Einkaufszentrum, in einen beliebten Park oder an einen anderen guten Platz und sammle los. Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg!

Werde außerdem gerne Mitglied bei „Greenpeace.kids“ und mache bei Aktionen mit. Gerne kannst du das auch mit einem/r Freund*in zusammen machen. Weitere Informationen findest du auch unter dem obigen Link!

Lade dir hier die Unterschriftenliste runter!

 Wichtig: Auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen unterschreiben!