Warum zu uns?

Unser Konzept

Hochbegabtenförderung

Das besondere pädagogische Profil des Brecht-Gymnasiums ist die Hochbegabtenförderung, die 2001 mit einer 5. Klasse von hochbegabten Kindern startete. Mittlerweile verfügt das Brecht-Gymnasium in Hamburg über die größte Erfahrung in der Förderung hochbegabter Schüler*innen und über ein ausgefeiltes Konzept von Klasse 5 bis 12. Teil unseres pädagogischen Konzeptes sind dabei gemischte Klassen aus normal- und hochbegabten Kindern. Die mit dieser Heterogenität erzeugte Vielfalt in unseren Klassenverbänden fördert wechselseitige Lernprozesse auf kognitiver, sozialer und entwicklungspsychologischer Ebene.

Schüleraktivierende, differenzierte Methoden sind fester Bestandteil unserer täglichen Unterrichtspraxis und fördern sowohl die hochbegabten als auch die normalbegabten Schüler*innen optimal (s. „Individuelle Förderung“).

Eine wesentliche Erkenntnis der Hochbegabtenförderung ist, dass es nicht in erster Linie auf einzelne Lernangebote am Nachmittag, sondern auf einen begabungsfördernden Unterrichtsalltag insgesamt ankommt, in dem der/die hochbegabte Schüler*in sich entfalten kann.

Dabei ist es uns gleichzeitig besonders wichtig, viele verschieden geartete Fördermaßnahmen in den Schulalltag zu integrieren, von denen im Folgenden einige vorgestellt werden:

Zunächst einmal setzt unser Gymnasium auf Förderung durch sein Angebot an Enrichmentkursen. Diese finden parallel zum normalen Unterricht statt und behandeln Stoff, der außerhalb des Lehrplans liegt. Das für Schüler*Innen besonders Reizvolle ist, dass sie hier jahrgangsübergreifend in kleinen Lerngruppen an speziellen Themen arbeiten oder sich auf Wettbewerbe vorbereiten können, wozu sie im Schullalltag sonst weniger Zeit hätten. Derzeit existieren Enrichmentkurse für Englisch, Mathematik, Geschichte, Naturwissenschaften, MINT, Informatik, Jugend debattiert und Musik in über zwanzig Gruppen. Alljährlich nehmen etwa 120 – 140 Schüler*Innen teil.

Darüber hinaus bieten wir einzelnen begabten Schüler*Innen das Drehtürmodell an. Das bedeutet, dass sie in einem Fach am Unterricht einer höheren Klasse teilnehmen dürfen.

Für Interessierte und Talentierte ab etwa Klasse 10 macht das Brecht-Gymnasium den Weg an die Hamburger Universitäten frei: Als sogenannte Juniorstudierende belegen einzelne besonders begabte Schüler*innen ein bis zwei Semester an der Uni Hamburg oder der technischen Universität in Harburg; durch Kooperationsvereinbarungen werden für Brecht- Schüler*Innen auch an Hochschuleinrichtungen wie der Bucerius Law School oder der Medical School Hamburg Studiengänge ermöglicht.

Im Zusammenhang mit diesen außergewöhnlichen und anspruchsvollen Fördermöglichkeiten stehen zwei weitere, Brecht-typische Institutionen: die MoL´s und die Career Adviser.

Mit dem Status eines Master of Learning (MoL) zeichnet die Schule besonders leistungsfähige, selbstständige und verantwortungsbewusste Schüler*Innen aus, denen sie weit über das normale Maß hinausgehende Förderfreiräume zubilligen möchte. Jedem dieser MoL´s ist ein Career Advisers (CA) beigegeben, eine speziell ausgebildete Brecht- Lehrkraft, die ihnen in allen Fragen der Förderung unterstützend zur Seite steht; derzeit betreuen fünf CA 22 MoL´s.

Um dieses vielschichtige Fördersystem erfolgreich in den Schulalltag zu integrieren, werden schulinterne Fortbildungen angeboten und insbesondere die neuen Kolleg*Innen gezielt eingeführt. Hierfür zuständig, wie auch für die Gesamt- Koordination der Begabtenförderung am Gymnasium, ist ein eigener Referent für Hochbegabtenförderung.

Die Schule verfügt über die Möglichkeit, selbst Intelligenztests durchzuführen.

Individuelle Beratung

Zu einer erfolgreichen individuellen Förderung gehört am Brecht-Gymnasium ganz wesentlich die individuelle Beratung von Schüler*innen. Hierzu stehen an der Schule insgesamt fünf Beratungslehrer*innen zur Verfügung sowie eine Sozialpädagogin und eine Schulpsychologin.

Individuelle Förderung

Die Schule orientiert sich – ebenso wie bei unserer expliziten Hochbegabtenförderung – an zentralen Ergebnissen der Hattie-Metastudie, insbesondere an folgenden drei Elementen: eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung, schüleraktivierende Methoden sowie anspruchsvolle Aufgaben.

Die besonders gute Lehrer-Schüler-Beziehung ergibt sich aus einem Bewusstsein der Gleichwürdigkeit von Lehrkräften und Schüler*innen (bei gleichzeitiger Rollenklarheit), aus dem wertschätzenden und motivierenden Umgang, aus der Freude der Lehrkräfte an ihrem Beruf und an der Arbeit mit den Schüler*innen sowie aus der Orientierung an den Stärken der Schüler*innen. Besonders gute Lehrer-Schüler-Beziehungen sind an der Brecht-Schule besonders ausgeprägt und spiegeln das Schulklima insgesamt wider.

Schüleraktivierende Methoden, d.h. die Abkehr vom lehrerzentrierten Frontalunterricht als Dauererscheinung, sind am Brecht-Gymnasium u.a. offene Unterrichtsformen, welche den Schüler*innen ermöglichen, im vorgegebenem Rahmen eigene Ideen zu verwirklichen und kreative Produkte zu entwickeln. Dazu gehören Projekte, der Einsatz kooperativer Lernformen, Wochenplanarbeit, Stationenlernen, Werkstattarbeit, entdeckendes Lernen, Freiarbeit, reziprokes Unterrichten (Schüler*innen unterrichten Schüler*innen), komplexe Aufgaben (für die es nicht nur eine Lösung gibt) und vieles mehr.

Hohe Ansprüche an die Schüler*innen im Unterricht: Anforderungen werden je nach Leistungspotential individuell angepasst und für jeden Einzelnen als realistisch erreichbares, motivierendes Ziel transparent gemacht. Die Bewältigung differenzierter Herausforderungen ist für die Schüler*innen ein Erfolgserlebnis und spornt sie dazu an, sich selbstbewusst neuen Lerninhalten zu stellen.

 

Chinesisch-Plakat
Laten-Plakat
Kunstbild

Das Schulklima

Im Brecht-Gymnasium ist im Laufe vieler Jahre ein Wohlfühlklima entstanden, das wesentlich ist sowohl für den Lernerfolg unserer SchülerInnen als auch für die Attraktivität unserer Schule. Für hochbegabte SchülerInnen sind dabei zwei Elemente des Schulklimas von besonderer Bedeutung:

Zunächst der gegenseitige Respekt, der wertschätzende Umgang miteinander und die Akzeptanz von Anderssein (hochbegabte Schüler*innen haben an anderen Schulen oft Ausgrenzung erfahren, wurden wegen ihrer sprachlichen Ausdrucksweise bespöttelt, als „Streber“ oder „Professor“ beschimpft).

Des Weiteren ist die Wertschätzung von Leistung in unserem Konzept fest verankert. Alle Kinder und hochbegabte in besonderer Weise lernen und forschen gerne, geraten dabei aber an Regelschulen oft in Schwierigkeiten, nicht zuletzt in der Pubertät, wenn sich eine leistungsfeindliche „Coolness“ in der Peer Group durchsetzen kann. An unserer Schule schätzen Schüler*innen jeden Alters gute Leistungen wert.

Das Ergebnis: Gute bis exzellente Leistungen

Diese Lernvoraussetzungen führen dazu, dass die Schüler*innen des Brecht-Gymnasiums in der Regel zu besonders guten Leistungen gelangen. Dies zeigt sich nicht nur an den Zeugnisnoten, sondern auch an den Ergebnissen bei den zentralen behördlichen Tests (KERMIT), bei denen die Brecht-Schüler*innen regelmäßig einen beachtlichen Lernvorsprung vor dem Durchschnitt der Hamburger Gymnasien erreichen. Auch beim Abiturdurchschnitt liegt das Brecht-Gymnasium in der Spitze der Hamburger Schulen und erzielt seit 2017 jährlich den besten Abiturdurchschnitt aller Hamburger Schulen, zuletzt 2020 mit 1,63.