Lesung mit Dian Gohring: „Ching Chang Stop!“ – ein wichtiges Thema
Lesung mit Dian Gohring: „Ching Chang Stop!“ – ein wichtiges Thema
von Anna Aydin und Anna Ladewick (G6b, Vielfalt AG)
Am 20. Januar hatten wir an unserer Schule besonderen Besuch: Die Autorin und Illustratorin Dian Gohring war bei uns und hat aus ihrem Buch „Ching Chang Stop!“ vorgelesen. Weil sich viele Klassen dafür interessiert haben, gab es zwei Lesungen direkt hintereinander für die Jahrgänge 5 bis 7.
In ihrem Buch erzählt Dian von ihrem eigenen Leben und davon, wie sie schon als Kind antiasiatischen Rassismus erlebt hat. Sie hat beschrieben, dass sie oft die Einzige war, die „asiatisch gelesen“ wurde. Das bedeutet, dass andere Menschen sie einfach in eine bestimmte Schublade gesteckt haben, ohne wirklich zu wissen, woher sie kommt oder was Asien alles umfasst. Oft hängen damit Klischees zusammen, und manchmal werden dann Sprüche gemacht, die vielleicht als Witz gemeint sind, aber verletzend sein können.
Am Anfang haben Lauryn und Penelope das Thema antiasiatischen Rassismus verständlich eingeführt. Sie haben erklärt, was Begriffe wie Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus bedeuten. Das war hilfreich, weil nicht alle sich vorher schon mit dem Thema auskannten.
Besonders eindrucksvoll waren die Bilder aus dem Buch. Dian hat erzählt, dass sie früher oft nichts gesagt hat, wenn jemand etwas Gemeines gesagt hat, weil sie dazugehören wollte.
Sie hat auch betont, wie wichtig es ist, einen Weg zu finden, sich auszudrücken, wenn einen etwas belastet. Für sie war das vor allem das Zeichnen. Durch ihre Illustrationen konnte sie zeigen, was sie erlebt hat.
Außerdem hat sie uns erklärt, wie ihre Bilder entstehen: von der ersten Idee über Skizzen bis zum fertigen Bild. Man hat gemerkt, wie viel Arbeit und Gedanken dahinterstecken.
Während der Lesung war das Publikum sehr aufmerksam. Es war ruhig, und alle haben konzentriert zugehört. Man konnte merken, dass die Schüler*innen sehr respektvoll mit dem Thema umgegangen sind.
Auch in der Fragerunde danach gab es viele gute Fragen. Die Schüler*innen wollten mehr darüber wissen, wie Rassismus im Alltag aussieht und wie sich das für Betroffene anfühlt.
Wir fanden die Lesung sehr gelungen. Durch die persönlichen Einblicke und die Bilder konnten viele besser verstehen, was Ausgrenzung bedeutet und warum es wichtig ist, darüber zu sprechen.
Ein großes Dankeschön an Dian Gohring für die Lesung und an Lauryn und Penelope für die Moderation. Für Lauryn war es gleichzeitig ein Abschied, weil sie bald ihr Abitur schreibt. Penelope wird in Zukunft wahrscheinlich öfter Veranstaltungen mitmoderieren.
Danke auch an die Vielfaltbeauftragten, die das organisiert haben, Frau Eva Pruss Romagosa und Frau Sarah Wiese sowie Matti Bliss an der Technik und an alle, die geholfen haben, diese Veranstaltung möglich zu machen.

