Lange Nacht der freien Schulen

22.09.2017 | Aktuelles

Am gestrigen Donnerstag (21.09.2017) fand zum ersten Mal die Hamburger „Lange Nacht der freien Schulen“ statt – und unser Abendgymnasium, bekannt für lange Unterrichtsnächte, nahm stellvertretend für alle Brecht-Schulzweige mit einer Abendveranstaltung der S1-Profile teil. Der inhaltliche Fokus – „Politik in Geschichte und Gegenwart“ – ergab sich dabei direkt aus den nahenden Bundestagswahlen. So wurden auch die Wahlzettel der U18-Wahlen ein weiteres Mal genutzt und alle versammelten S1-Schüler/innen, Kolleg/innen und Gäste konnten ihre Stimme im Rahmen einer Probewahl abgeben, deren Ergebnis am Ende des Abends verkündet wurde.

Zuvor wurden in unserer Aula Unterrichtsergebnisse aus dem Geschichts-Profil präsentiert: Mit dem Ziel der historischen Einordnung der aktuellen Wahlen wurde auf bisherige Bundeskanzler und die Geschichte der Parteien zurückgeblickt; zwei Schüler erläuterten das deutsche Wahlsystem und stellten kurz einige Vor- und Nachteile von Mehrheits- und Verhältniswahl, direkter und repräsentativer Demokratie, Direktwahl des Präsidenten (wie in den USA oder Frankreich) und Parlamentswahl mit anschließender Koalitionsbildung (wie in Deutschland) gegenüber; und im Anschluss wurden einige Auszüge aus der Podiumsdiskussion gezeigt, an der in der vergangenen Woche Kandidaten aller sechs chancenreichen Parteien in unserer Aula teilgenommen hatten.

Selbst debattieren über aktuelle Wahlkampfthemen, Parteien und Kandidaten konnten die Schüler/innen und anwesende Gäste dann in der 3./4. Stunde im offenen Unterricht des PGW-Profils. Gleichzeitig öffnete das Biologieprofil für alle Interessierten die Tür, um sich mit der Ausstattung und dem Haushalt menschlicher Zellen auseinanderzusetzen.

Die abschließende Präsentation der Wahlergebnisse führte zu ein paar Überraschungen, die allerdings durchaus im Trend der U18-Schülerwahlen lagen: Mit gut 30% der Zweitstimmen lagen die Grünen vor den beiden großen Parteien CDU (23%) und SPD (17%), dahinter folgten Linke (14%) und FDP (11%), während die AfD mit 3% an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte.