Bundestagswahlen und Juniorwahlen bei Brecht

24.09.2021 | Aktuelles

Bei den Bundestagswahlen am Sonntag wird die Brecht-Schule mal wieder kurzzeitig zum Wahlbüro. Wie in vielen anderen Schulen und öffentlichen Gebäuden ziehen früh morgens die Wahlhelfer*innen ein, bis 18 Uhr werden viele Wahlberechtigte aus Hamburg-Mitte ihre Wahlzettel in unserer Aula ausfüllen, und bis in die Abendstunden hinein wird ausgezählt, bevor wir am Montag unseren regulären Schulbetrieb fortsetzen.

Bereits in der vergangenen Woche waren alle Schüler*innen der Brecht-Schule Hamburg ab Klasse 7 aufgerufen, bei den schulinternen Juniorwahlen ihre Stimme abzugeben. Im Gang hinter der Mensa konnten echte Wahlzettel ausgefüllt werden, die jetzt von Schüler*innen unserer Oberstufe, welche die Wahl organisiert und betreut haben, ausgezählt wurden.

Und die Ergebnisse sind an einigen Stellen überraschend ausgefallen: SPD und Union, denen für Sonntag die meisten Stimmen vorausgesagt werden, landen bei den Brecht-Schüler*innen nur auf Platz 3 und 5 (SPD 10%, Union 6%; alle Prozentzahlen gerundet und jeweils auf die Zweitstimmen bezogen), während die Grünen als deutlicher Sieger auf 34% kommen, die FDP mit 22% klar den zweiten Platz belegt und die Linke mit 8% auf Platz 4 landet. Auch einige kleinere Parteien schneiden überraschend gut ab: So hat die „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ (kurz: Die PARTEI) mit ihrem Spitzenkandidaten „Florida-Klaus“ zwar ihr zu Wochenbeginn erklärtes Ziel von „100 Prozent plus X“ deutlich verfehlt, wurde aber immerhin von 5% der Brecht-Schüler*innen gewählt. Und die Tatsache, dass auch einige Schüler*innen ihr Kreuz bei extremen, undemokratischen Parteien gemacht haben, zeigt uns deutlich, dass wir mit unserer pädagogischen Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit nicht nachlassen dürfen, sondern unser Engagement als „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ weiter intensivieren wollen und müssen.Die genauen Ergebnisse können auf unserer Homepage eingesehen werden. Wir danken allen Schüler*innen unserer Oberstufenklassen und den betreuenden Lehrkräften für all die Arbeit und Mühe, die sie in dieses wertvolle Demokratie-Projekt investiert haben.