Podiumsveranstaltung zum Thema „Die Bedeutung der EU“ (Video)

08.06.2022 | Aktuelles

Podiumsveranstaltung zum Thema „Die Bedeutung der EU“ in unserer Aula am Dienstag, den 31.05.22 mit Prof. Dr. Sven Tode

Bericht von Esther Westebbe, S2b

Was könnte passieren, wenn die EU-Wirtschaft zusammenbricht? Sollte der globale Süden mehr Mitspracherecht in der UNO haben? Welche Rolle soll die EU oder auch Deutschland bei dem Ukraine Konflikt einnehmen?

Um diese Fragen ging es bei der Podiumsdiskussion am 31.05.22 an unserer Schule. Zu der Diskussion wurde Prof. Dr. Sven Tode eingeladen. Die Moderation übernahmen Ronja Brockmeyer und Mieke Petersen.

Prof. Dr. Sven Tode hat die Vision von einem starken Europa. Einem Europa mit einer gemeinsamen Identität und starkem Zusammenhalt. Um dies zu erreichen, muss man mehr Verständnis gegenüber Osteuropa aufbringen und sie stärker integrieren. Dies ist ihm sehr wichtig, da Nationalismus und Populismus verstärkt in Erscheinung treten und Europa schwächen. Dies taucht vermehrt in verschiedenen Ländern immer wieder auf; die knappe Wahl zwischen Le Pen und Macron, die Regierung der Türkei sind gute Beispiele dafür.

Prof. Dr. Sven Tode meint, man bräuchte eine Jugendbewegung für die Weiterentwicklung einer europäischen Identität. Tode schlägt vor, Interrailtickets innerhalb von Europa beliebter zu machen. Mit dem Ziel, dass junge Menschen Europa mehr kennenlernen, um für die Zukunft eines vereinten Europas zu kämpfen.

Die Wichtigkeit dieses Zusammenhalts innerhalb Europas wird immer deutlicher unter dem Aspekt der Deglobalisierung. Tode brachte dabei den Vorschlag ein, dem Balkan eine Perspektive zum Beitritt der EU zu geben, um so z. B. die Abhängigkeit zu China zu mindern.

Prof. Dr. Tode wurde nach seiner Meinung bezüglich der Lieferungen von deutschen Waffen in die Ukraine befragt. Seiner Meinung nach verlängere dies den Krieg und verursache noch mehr Konflikte.

Des Weiteren kam die Frage auf, ob der globale Süden mehr Mitspracherecht in der UNO haben sollte und wenn ja, wie ? Tode meint, es wäre wichtig, mit dem globalen Süden stärkere Beziehungen aufzubauen. Dabei nennt er ein konkretes Beispiel: Man könnte den Fairtrade Kaffee von der Kaffeesteuer befreien. Dies würde dazu führen, dass mehr Menschen diesen kaufen würden und somit würden bessere Arbeitsbedingungen für mehr Menschen entstehen.

Prof. Dr. Tode äußerte sich auch über die Bipolarität zwischen China und den USA und welche Stellung Europa dazu beziehen sollte. Laut ihm sollte die EU ein gutes Gleichgewicht der Beziehungen zu China und den USA finden.

Auf die Frage, ob die EU-Wirtschaft zusammenbrechen kann, antwortete er, dass es sich nicht ausschließen lässt. Zurzeit macht die Inflation Sorgen, allerdings ist der Euro eine starke Währung.

Mit dem Ende der Diskussion entstand eine Ambition, die wir alle anstreben sollten; Lasst uns alle zusammen Europa verbessern!

Wir danken Herrn Prof. DR. Tode herzlich für seinen Besuch bei uns.