Warum zu uns?

Besonderheiten an unserem Gymnasium

Das Schulklima

Im Brecht-Gymnasium ist im Laufe vieler Jahre ein Wohlfühlklima entstanden, das wesentlich ist sowohl für den Lernerfolg unserer SchülerInnen als auch für die Attraktivität unserer Schule. Für hochbegabte SchülerInnen sind dabei zwei Elemente des Schulklimas von besonderer Bedeutung:

Zunächst der gegenseitige Respekt, der wertschätzende Umgang miteinander und die Akzeptanz von Anderssein (hochbegabte SchülerInnen haben an anderen Schulen oft Ausgrenzung erfahren, wurden wegen ihrer sprachlichen Ausdrucksweise bespöttelt, als „Streber“ oder „Professor“ beschimpft).

Des Weiteren die Wertschätzung von Leistung (alle Kinder und hochbegabte in besonderer Weise lernen und forschen gerne, geraten dabei aber an Regelschulen oft in Schwierigkeiten, nicht zuletzt in der Pubertät, wenn sich eine leistungsfeindliche „Coolness“ in der Peer Group durchsetzen kann).

Hochbegabtenförderung

Eine wesentliche Erkenntnis der Hochbegabtenförderung ist, dass es nicht in erster Linie auf einzelne Lernangebote am Nachmittag, sondern auf einen begabungsfördernden Unterricht insgesamt ankommt, also nicht auf einzelne Fördermaßnahmen, sondern auf den Unterrichtsalltag, in dem der hochbegabte Schüler sich entfalten kann.

Die zweite zentrale Erkenntnis ist, dass die Hochbegabtenförderung keine Geheimwissenschaft ist, sondern durch unsere Unterrichtsmethoden sowie einen individuellen Blick für den einzelnen Schüler verwirklicht werden kann.

Drittens können durch eine solche Unterrichtsgestaltung sowohl die hochbegabten als auch die normalbegabten SchülerInnen optimal gefördert werden. Letztere profitieren genauso von einer guten Lehrer-Schüler-Beziehung, von schüleraktivierenden Methoden und anspruchsvollen Aufgaben wie Hochbegabte.

Die Unterrichtsgestaltung

Im Brecht-Gymnasium gibt es drei zentrale Elemente für erfolgreiches Lernen:

Ein gutes Lehrer-Schüler-Verhältnis: Dies ist an der Brecht-Schule besonders ausgeprägt und spiegelt das Schulklima insgesamt wider.

Hohe Ansprüche an die SchülerInnen im Unterricht: Anforderungen werden je nach Leistungspotential individuell angepasst und für jeden Einzelnen als realistisch erreichbares, Leistung motivierendes Ziel transparent gemacht.

Schüleraktivierende Unterrichtsmethoden: Das bedeutet die Abkehr vom lehrerzentrierten Frontalunterricht als Dauererscheinung, hin zu offenen Unterrichtsformen, Projektorientierung, Stationenlernen, Werkstattarbeit, entdeckendem Lernen, reziprokem Unterrichten (Schüler unterrichten Schüler) oder dem Einsatz von komplexen Aufgaben (für die es nicht nur eine Lösung gibt).

Pädagogische Angebote

Konkret gibt es u.a. folgende besonderen Förderangebote am Brecht-Gymnasium:

 

  • Chinesisch ab Klasse 5; weitere Fremdsprachenangebote wie zurzeit Französisch, Latein oder Spanisch ab Klasse 6, Italienisch ab Klasse 8 sowie Niederländisch ab Klasse 10; hinzu kommen bilinguale Unterrichtsangebote
  • Schulpartnerschaften mit Schulen in Frankreich, Spanien und China sowie ein „Study Abroad Program“ für einen sechswöchigen Aufenthalt in Australien; hinzu kommen Sprachreisen nach England, Spanien und Italien
  • Philosophie bereits ab Klasse 5
  • Soziales Lernen als eigenständiges, von der Klassenleitung unterrichtetes Fach
  • ein Profilfach von Klasse 5 bis 9 (Englisch, MusikTheater, Natur und Umwelt oder Geschichte zum Anfassen)
  • wöchentliche Projektvormittage
  • Instrumentalunterricht parallel zum laufenden Unterricht
  • Wöchentlich 2 bis 3 Stunden Studienzeit, in der die SchülerInnen selbständig arbeiten
  • Individuelle Recherchemöglichkeiten während der Unterrichtszeit in zwei Lernateliers mit Hilfe von Büchern oder durch das Internet
Angebote Hochbegabung
  • Förderung im Rahmen des Drehtürmodells (Teilnahme am Unterricht höherer Jahrgänge in einzelnen Fächern)
  • Ernennung von Höchstleistern zum „Master of Learning“ mit größeren Freiräumen bei der Gestaltung des eigenen Lernprozesses
  • Die Möglichkeit, parallel zum Unterricht zu studieren (Kooperationspartner u.a. Universität Hamburg, Bucerius Law School, Hamburg Medical School, Hamburg Media School) und bereits Scheine für das spätere Studium zu erwerben
Exzellenzkurse

Eine der zahlreichen Förderangebote für besonders begabte oder hochbegabte SchülerInnen am Brecht-Gymnasium ist die Teilnahme an den Exzellenzkursen. Diese Kurse werden wöchentlich mit einer Doppelstunde parallel zum Klassenunterricht angeboten.

Hier haben die SchülerInnen klassen- und jahrgangsübergreifend die Möglichkeit, an komplexen Aufgaben, Wettbewerben, vertiefenden Fragestellungen zu arbeiten, um frei ihrem Forscherdrang nachzugehen und herauszufinden, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Dabei werden die KursteilnehmerInnen vor besondere Aufgaben gestellt, ohne den Stoff der nachfolgenden Schuljahre vorwegzunehmen.

Im Moment gibt es am Brecht-Gymnasium je zwei Exzellenzkurse in Mathematik und Englisch sowie je einen in Philosophie, Geschichte, Musik, Linguistik und Naturwissenschaften.

Beispielhaft sollen typische Schwerpunkte von zwei Exzellenzkursen genannt werden:

In Mathematik befassen die SchülerInnen sich u.a. mit Gedächtnistraining, logischen Rätseln, Wettbewerbsaufgaben, Kartentricks oder Spezial-Sudokus mit 10 Extraregeln – ganz nach dem Motto: „Mathe macht Spaß!“

Im Exzellenzkurs Naturwissenschaften befassten sich die TeilnehmerInnen mit verschiedenen Projekten, u.a. Wiebelschmiele (es wurde in zwei Demonstrationswannen ein Tidenhub hergestellt, der für diese z.B. in der Elbmündung wachsenden Süßgräser lebensnotwendig ist, und die Schmielen angepflanzt), Astrophysik (Einsteins Relativitätstheorie und Schwarze Löcher), Algenhaus (Herstellung von Algenöl), Projekt CO2 (Treibhausgase), Nebelkammer (Nachweis von radioaktiver Strahlung mit Hilfe einer selbstgebauten Nebelkammer) oder Tacoma Narrows Bridge (Einsturz aufgrund von selbsterregten Torsionsschwingungen bzw. aeroelastischem Flattern).